Immer wieder habe ich Kund*innen, die begeisterte Leser, Schreiber und Sammler sind. Sie lieben ihre Bücher und können sich nicht vorstellen, jemals eins wegzugeben. Kurz gesagt: Ausmisten kommt nicht infrage! Trotzdem will niemand auf ein schönes und gemütliches Zuhause verzichten – Bücherberge und Wohnlichkeit müssen sich zum Glück nicht ausschließen.
Für alle, die sich gerade wiedererkennen, habe ich 6 Tipps, wie das Wohnen mit jeder Menge Büchern harmonisch funktioniert.
1. Jedem Format seine eigene Show
Hardcover sind meist deutlich größer als Taschenbücher – wer beide wild durcheinander ins Regal stellt, produziert automatisch optische Unruhe. Bewahre unterschiedliche Formate am besten in getrennten Regalen oder zumindest in klar abgegrenzten Regalfächern auf. Das bringt ungemein mehr Ruhe in den Raum, ganz ohne ein einziges Buch wegzugeben.
2. Symmetrie im Chaos
Wer Ordnung in ein volles Regal bringen will, sollte die Einteilung der Regalbretter symmetrisch gestalten – gleiche Fachhöhen, gleiche Abstände, ein wiederkehrender Rhythmus. Daran wird erstaunlich selten gedacht, dabei bringt genau das den größten optischen Unterschied. Selbst ein bunt gemischtes Bücherchaos wirkt in einem symmetrischen Regal plötzlich kuratiert statt zufällig.
3. In die Tiefe gehen
Wer nicht genug Platz in der Breite hat, aber tiefe Regale aufstellen kann, hat die Möglichkeit, Bücher in zweiter Reihe zu lagern. Für viele Bücherliebhaber erstmal ein No-Go – aber beim nächsten Abstauben können die Bücher aus der zweiten Reihe ja mal nach vorne rutschen. Vielleicht entdeckst du dabei sogar ein Buch wieder, das schon in Vergessenheit geraten war. Ein kleiner Vorteil der zweiten Reihe: Sie ist ein hervorragendes Versteck für die Bücher, die man zwar behalten, aber nicht ständig anschauen möchte.
4. Bücher türmen – aber richtig
Stapeln auf Anrichten oder im Regal sieht toll aus. Nervig wird es nur, wenn ausgerechnet das unterste Buch im Stapel das ist, was du gerade lesen willst. Deshalb lieber kleine, überschaubare Stapel bilden statt monumentaler Bücherturm-Projekte. Eine elegante Ausnahme ist das Bücherregal Ptolomeo: Die Bücher sehen gestapelt aus, sind aber über eine Metallkonstruktion unterteilt und fixiert – so bleibt jedes einzelne Buch zugänglich, ohne dass der ganze Turm ins Wanken gerät.
5. Jedes Buch braucht sein Zuhause
Ein volles Bücherregal ist wie ein Kunstwerk und wächst im Regelfall immer weiter – ein erweiterbares Regalsystem ist dabei Gold wert. Ein wichtiges Warnsignal, dass es Zeit für mehr Regal wird: Die Bücher "wachsen" bereits in den Raum hinein, weil sie vor dem eigentlichen Regal gestapelt werden. Statt zu improvisieren, lieber gezielt in die Höhe und in die Breite erweitern – dann bleibt auch bei wachsender Sammlung alles an seinem Platz.
6. Light on
Und wenn schon, denn schon: Mit Leuchten, die breit strahlen und direkt an den Regalen angebracht werden, bekommt jedes Bücherregal echten Bibliothekscharakter. Warmes, indirektes Licht entlang der Buchrücken macht aus einem simplen Regal im Handumdrehen einen Ort, an dem man sich gerne mit einem Buch niederlässt – und ganz nebenbei lassen sich so auch die Bücher aus der zweiten Reihe wieder besser entdecken.
Fazit
Man muss sich nicht zwischen einem gemütlichen Zuhause und einer wachsenden Bibliothek entscheiden. Mit der richtigen Ordnung, ein wenig Symmetrie und dem passenden Licht wird aus noch so vielen Büchern kein Chaos, sondern das schönste Möbelstück im Raum.
Ich hoffe, Ihr konntet einige Anregungen für Euch finden! Viel Spaß beim Räumen und Einrichten mit Büchern!
Eure EVA EINRICHTUNG
